Am 27.11.08 wurden die neuen naturwissenschaftlichen Räume der Johannes-Gutenberg-Schule (JGS) feierlich eingeweiht.
Die Schulleiterin Frau Ehret hieß Herrn Lampert von der Stadt Heidelberg (Schulverwaltungsamt) als Vertreter des Oberbürgermeisters herzlich willkommen.
Außerdem schloss Frau Ehret in die Grüße auch Herrn Grittmann (Laborbau), Herrn Süffling (Mitglied der Schulkonferenz) und Vertreter verschiedener Schulen ein. Begrüßt wurden auch Frau Dr. Ehler vom Krebsforschungszentrum und Herrn Dr. Franz vom Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), die Partner der JGS sind.
Ein Dank ging an die Schüler der Klassen BKBT und BFLT, die an diesem Nachmittag Einblicke in Versuche gaben und natürlich an die anwesenden Lehrer, ohne die die neuen Räume nicht mit Leben erfüllt wären.
Der Abteilungsleiter Herr Senger beschrieb den Werdegang der Abteilung Agrarwirtschaft der JGS in den letzten 35 Jahren bis heute. Als Herr Senger zu jener Zeit an die JGS kam, gab es nur 3 Gärtner-, 3 Floristen- und 3 Landwirtsklassen mit knapp über 100 Schülern und drei Lehrern. Zu dieser Zeit war das Wort „Labor“ ein Fremdwort.
Durch die „grüne Welle“ in den 1980er Jahren stieg die Zahl der Schüler auf über 700, parallel dazu die Zahl der Lehrer. Nach dem Abebben der „grünen Welle“ und damit rückläufigen Schülerzahlen bot sich der Abteilung Gartenbau die Möglichkeit, eine zur Abteilung passende Vollzeitschulart einzurichten. Mit Unterstützung des Kollegen Welz kam dann die erste Vollzeitklasse (Berufsfachschule für Ökologie) zustande. Das machte den ersten Laborbau nötig, der darin bestand, dass ein Klassenzimmer zu einem provisorischen Labor umgebaut wurde.
Mit der Einbindung des Berufskollegs BKFH und der Berufsaufbauschule BAG in die Abteilung Agrarwirtschaft sowie der Einführung des 2-jährigen Berufskollegs für Biotechnologie wurde es zwingend notwendig, dass die Stadt Heidelberg naturwissenschaftliche Räume bauen ließ. Dies führte schlussendlich zu einem großen Anbau am Hauptgebäude der JGS, denn hiermit wurden u.a. drei Räume für Physik, Chemie und Biotechnologie mit den erforderlichen Nebenräumen geschaffen.
Doch selbst der großzügige Anbau konnte nicht verhindern, dass durch die Zunahme der Vollzeitklassen und Änderung der Schularten und Lehrpläne ein neuer Bedarf an zusätzlichen Laborräumen entstand. Durch Umnutzung einer Werkstatt und eines Lagerraumes konnten diese jetzt mit nur geringen Mitteln in neue, hochmoderne Laborräume umgewandelt werden. Herr Senger bedankt sich bei allen, die diese Maßnahmen unterstützt und gefördert haben.
Herr Lampert betonte, dass an der JGS schon oft geäußert wurde, dass jetzt das vorerst letzte Projekt angegangen worden sei und es sich doch gleich danach wieder herausgestellt habe, dass neuer Baubedarf vorhanden war. Auch in Zukunft möchte die Stadt Heidelberg viel Geld in die Schulen investieren. Ein Vorschlag von Herrn Senger, die neuen Laborräume mit den alten über einen Glasvorbau mit integrierter Treppe zu verbinden, ist auch schon im Rathaus angekommen. Oberbürgermeister Dr. Würzner bekundete dort, dass Investitionen, die sinnvoll sind, jederzeit sehr wohlwollend geprüft werden.
Anschließend konnten die Gäste bei einem kleinen Umtrunk und Imbiss sich die aufgebauten Versuche von den Schülern erklären lassen.

Das neue Labor wird bereits von den Schülern in Besitz genommen.